Triest, Grado und Corona!

Dank Corona wurde unsere Reise etwas verzögert. Aber bald geht es wieder weiter. Damit ihr wieder gut rein kommt in die Reise, hier noch ein kurzer Blog aus dem Herbst 2019, der letzten Reise zusammen mit unserem Sohn Nardo + Frau und einer Freundin der beiden.

Da lagen wir nun in Triest und waren viel zu früh. Nardo wollte erst am 9. September ankommen, wir waren aber schon seit dem 30. August hier und heute war erst der 2. September.

Aus diesem Grund haben wir einen Schlag nach Porto San Vito in Grado gemacht und Monfalcone rechts liegen gelassen. Direkt im Hafen gibt es eine kleine Werft. Laut Auskunft der vielen Österreicher, die hier im Hafen Ihren festen Liegeplatz haben, gibt es hier den besten Bootsmaler weit und breit. Sehr sympathisch alle und die Sekretärin spricht bestes Deutsch

Wir wollten zwar in Monfalcone überwintern und waren dort schon angemeldet, aber da unser Unfall aus der Türkei immer noch nicht repariert war haben wir uns ein Angebot für die Reparatur und einen Winterliegeplatz machen lassen. Alles machte eine sehr kompetenten und vertrauensvollen Eindruck.

Im Grunde wollten wir einfach noch einen Vergleich mit Monfalcone. Später aber dazu mehr.

Grado San Vito ist sehr schöner Hafen direkt am Rande der Altstadt, nah am Strand und mit einem wunderbaren Blick auf die Alpen von der Südseite. Grado ist zwar auch touristisch, aber auch ein funktionierender Ort mit Schulen, Universität, Fischern und vielen ständigen Einwohnern, nicht zu vergleichen mit Lignano, Caorle oder Lido die Jesolo.

Am 5. September haben wir uns auf den Weg nach Monfalcone gemacht und wären dabei fast aufgelaufen. Da sich die Einfahrt in die „Strasse “ nach Monfalcone schon fast wieder in Triest befindet und dauernd Schiffe dort fahren, aber noch keine Seezeichen zu erkennen waren, sahen wir keinen Grund, einen weiten Bogen zu fahren.

Je näher wir der Einfahrt kamen, desto flacher wurde das Wasser. Als alles um uns plötzlich recht schlammig wurde haben wir den weiten Bogen gerade rechtzeitig doch noch eingeschlagen ;).

Es war ein weiter Weg auf engen Wasserstrassen tief hinein ins Land bis wir endlich bei unserem geplanten Überwinterungshafen angekommen waren. Der hatte entgegen der Anmeldung im Moment gar keinen Platz mehr für uns. Wir mussten vorerst in der Hauptmarina bleiben, die Glücklicherweise noch etwas frei hatte. Dort haben wir auch einen Parkplatz für unser Auto reservieren können das am 9. mit Nardo und Anhang dann gut eingetroffen ist.

Unsere Besprechung mit Franz Keller (unser Winterhafen) liefen dann nicht so ganz wie geplant. Die Reparaturen konnte er gar nicht selbst ausführen, er musste sie fremd vergeben, die Hauptwerft der Marina macht nur Malerarbeiten an Kunststoffbooten, Stahlschiffe können gar nicht selbst bearbeitet werden.

Der Winterliegeplatz war auch teurer und längst nicht so betreut wie in Grado und so haben wir beschlossen, das Auto stehen zu lassen und es später mit dem Taxi zu hohlen und das Angebot von Porto San Vito anzunehmen.

Wir waren jetzt zu fünft an Bord, wir zwei, Nardo und Sophie und Noemi, eine gemeinsame Freundin der Beiden. Eigentlich waren wir 6, aber von Noemis Baby wusste damals noch keiner.

Nach einem wunderbaren Essen im Hafenrestaurant in Monfalcone sind wir wieder nach Grado gefahren, dieses mal direkt in die Altstadt. Dort darf man 24 Stunden anlegen.

Danach ging es weiter über Lignano, dort haben wir den Hochzeitstag von Sophie und Nardo gefeiert mit sehr guter Antipasti und fantastischer Pizza, von der wir uns auf Drängen der Mädchen die Reste einpacken ließen.

Weiter nach Lido die Jesolo; das Anlegen war nicht so einfach, wieder einmal haben wir die starke Tide die in der Lagune herrscht, zu spüren bekommen. Das Leben an Bord zu fünft ist recht angenehm und es haben glaube ich alle genossen, besonders nach dem Sophie festgestellt hat, das Sie eigentlich ganz seefest ist. Wir wollten unbedingt nach Venedig, schon weil dort der Flughafen ist und Noemi einen anderen Flugtermin hatte als Nardo und Sophie. Karlheinz war es für einen einzigen Schlag zu weit, Nardo hat übernommen am Ruder zu stehen.

Wir sind bis direkt vor San Marko gefahren, haben einen riesigen Ozeandampfer passieren lassen und haben dann gewendet um uns auf unseren Liegeplatz in Murano zu begeben.

Spannend

Nach drei wunderschönen Tagen in Murano haben wir unsere drei Gäste nach und nach zum Flughafentransfer gebracht, uns noch einen ganzen Tag allein in Venedig gegönnt und sind langsam über das ausgestorbene Caorle in unser Winterlager zurückgekehrt, haben die Reparaturen und Serviceleistungen auf dem Schiff gesprochen, mit Sophie und Nardo das weiterfahren im nächsten Frühling festgelegt ….. und dann kam Corona

2 Gedanken zu “Triest, Grado und Corona!

  1. Liebe Uli und Karlheinz
    Schön von Euch zu hören. Corona war doch schon. Ist dieser Bericht tatsächlich von heute oder auch in der Pandemie hängen geblieben.
    Jedenfalls haben die Beschreibungen Erinnerungen geweckt.
    An den lebhaften Ort Grado, wo Heiderose und ich vor 3 Jahren auf einer Reise vom Friaul über Grado nach Triest Station gemacht haben.
    Auch auf die Strömung wo August und mir in den 80 er Jahren das Boot aus Unachtsamkeit und wohl etwas zu viel % Alohohl aufgesessen ist. Die Fischer haben alle amüsiert zugeschaut und wir haben nur mit viel Schaukeln und grosser Mühe das Boot wieder frei gekriegt.
    Naldo ist absolut ein Klon von KH!

    Es wäre schön Euch wieder einmal zu sehen.

    Herzliche Grüsse
    Ruedi + Heiderose

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