Nach Paris

Wir sind im Canal Lateral du Marne, alles wird besser. Nach einer Nacht neben der El Paso, einem Frachtschiff für Weizen fahren wir in den Kanal ein und sehen, es hätte noch andere Liegeplätze gegeben, das war nicht so als wir das erst Mal hier vorbei kamen.

Kein Gras mehr, die Schleusen funktionieren, (nach den ersten zwei), unsere erste Nacht verbringen wir vor einem Campingplatz, es gibt sogar am Montag Brot, sonst nichts. die zweite Nacht in Chalon du Champagne, Schöner Hafen, wir bleiben einen Tag, Thunderstorm ist angesagt

Zum weiterfahren müssen wir ein Stück zurückfahren um den Radar der Schleuse auszulösen. Es sind dann doch etliche Schleusen und ein Zwischenstopp in Mareuil bis wir endlich den Kanal verlassen und in die Marne einfahren können, wir fahren einen Seitenarm bis zum Ende und können dort in der kleinen Marina direkt unter der Champagnerkellerei Castellan in Epernay festmachen.

Die Marina ist klein, sehr gut betreut und es gibt zum Empfang Eintrittskarten für die Kellerei und jeden Abend um 18 Uhr sind wir zu einem gemeinsamen Aperitif mit den Bewohnern der anderen Boote vom Hafen eingeladen.

Leider ist der Fußweg zur Kellerei und in die Altstadt etwas weiter, da wir um die gesamte Gleisanlage bis zur Überführung herumlaufen müssen.

Epernay ist das Herz der Champagne, jedenfalls was die Kellereien betrifft, hier ist alles mit Rang und Namen. Wir verbringen 2 schöne Tage mit gutem Essen und viel Champagner.

Weiter nach Dormans, es gibt vor dem Campingplatz ein Anleger für Boote von der Gemeinde, kein Wasser und Strom, wir besichtigen den kleinen Ort und kaufen beim Metzger Fleisch zum Grillen, wieder viel zu viel.

Motorbootfahrer sind manchmal wirklich unsozial, man muss ans Boot klopfen wenn einer mit einer gehbehinderten Frau und Hund kommt und zwischen den Booten ewig Platz wäre, Sie gehen dann immer nach unten und tun so als merken Sie nichts, kein Chance bei Karlheinz, es wird umgelegt.

Weiter nach Chateau Thierry, gemeinsame Ortsbesichtigung, die Burg meistert Karlheinz dann mit dem Roller, hat aber bergauf nicht ganz geklappt. ; ))

Weiter nach Ferte s.Jouarre, am nächsten Tag fahren wir nicht weit, in Mary sur Marne gibt es einen neuen Anleger in der Stadt, wir gehen Mittagessen und am nächsten Tag nach Meaux zum Einkaufen

Von Meaux nach Larny, dabei passieren wir den Tunnen Chalifert im Canal de Chaufert, ohne Probleme, in Pont Joffre noch einen Versuch zu tanken, kaputt, wir kommen zurück auf die Marne und haben wieder einen Steg für uns in Larny, letzte Station vor Paris.

Wir fahren auf der Marne im Grünen, dabei sind wir längst in Paris, man sieht und hört nichts besonderes, dann durch eine große Schleuse und wir sind in Paris, immer noch auf der Marne.

Viele Brücken, wir müssen sie auf der Karte abhaken, viel Industrie, viel Lärm und ein starker Verkehr.

Wir rufen im Hafen Arsenal an, damit sie die kleine Schleuse öffnen und wir bekommen einen Liegeplatz mitten in der Stadt, oben liegt der Place de la Bastille , im Hafen geht ein Schiffstunnel ab um Paris weiträumig zu umfahren, darüber die U-Bahn und der schönste Marktplatz in Paris, im Hafen gibt es alles und wir bekommen einen Einzelplatz ohne Päckchen, das heißt keine Mannschaft trampelt über unser Schiff.

HP und Mary kommen aus München, wir feiern unseren 40. Hochzeitstag und lassen uns treiben, kein Sightseeing, wir waren alle schon einmal mindestens da. Wir sind bis nach dem 14. Juli geblieben, es war einfach nur schön.

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