Zurück in Port Saint Lois du Rhone

Seit dem 20.April sind wir wieder hier im Hafen, haben uns ein Zimmer genommen und unser Schiff in Augenschein genommen.

Auf der Fahrt vom Flughafen hier her gab es erst einmal eine Mail von Volvo Pentax, die Starterbatterien seien tot.

Am nächsten Morgen kam Christophe, hat alles erklärt, neue Batterien eingebaut, getestet, alles gut.

Das Unterwasserschiff sieht gut aus der Rumpf sauber poliert, die Anoden getauscht. Innen alles gut, die Toiletten haben noch den Frostschutz drin, Wasser darauf gespült, die Erste einwandfrei, die Zweite nölt ein bisschen, Sicherung raus. Okay, neue Sicherung wieder Genöle, Sicherung raus. Handwerker kommt am Montag

Am Montag 13,30 kamen wir ins Wasser, war dann eher 14,30 aber was solls. Alle Handwerker haben Ihre Arbeit geprüft, alles bestens bei den Motoren, aber unser low voltage war immer noch da, trotz neuer Batterien. Wurde heute morgen alles geklärt, alles gut, wir haben auch einen Liegeplatz in der Marina Saint Louis erst für heute, dann vorsichtshalber auf morgen verschoben, wir müssen noch Tanken und einkaufen und wollen Morgens um 6,20 schleusen, 5 Stunden bis zum nächsten Kai in Arles, dass geht aber nur , wenn keine Fracht oder Hotelschiffe dort liegen, sonst weiter bis Avignon. Der Wind ist sehr stark, morgen wird es besser aber bis Sonntag müssen wir in Avignon sein, dann kommt der Wind aus Norden und wir können nicht mehr weiter, gegen starken Nordwind wird die Gegenströmung zu stark

Der Handwerker von Global Nautic hat keine Zeit, kommt am Montag. Karlheinz hat die Toilette auseinandergenommen, liegt wohl am Motor. Das Ersatzteil kam heute, am Dienstag, das WC geht einwandfrei, der Zugang zum Abwassertank ist verstopft.

Wir harren wieder einmal der Dinge.

David kommt wie versprochen, baut den Motor ein, der ist aber kaputt gegangen weil die Leitungen komplett zu sind, Salzwasser und Urinstein verbinden sich zu einer harten spröden Masse die bis zum Tank reicht.

Die Leitungen wurden als kompletter Ring aus dem Schiff gezogen, wie das so schnell ging ist mir schleierhaft und durch Neue ersetzt, das Ventil zum Abwassertank war noch versteckt, 10 Liter Industrieessig in die Leitung, 24 Stunden warten und alles ist erledigt.

Wir fahren los, beim Ablegen wieder low voltage, das Bugstrahlruder fällt nach dem 4. Mal wieder komplett aus, wir fahren trotzdem in den Port St. Lois und lassen Christophe dorthin kommen.

Nach langem Hin und Her hat es sich gezeigt, das unser extra in Deutschland besorgtes Relais falsch angeschlossen worden ist. Nach langem Überlegen und hin und her kam Christopher am nächsten Morgen schon morgens um acht, nach zwanzig Minuten war alles erledigt, mit dem low voltage müssen wir leben, das liegt anscheinend daran, dass die Motoren jeweils andere Batterienbänke bedienen versteh ich nicht ganz, muss ich auch nicht, alles ok und wir fahren los in die Rhone.

Die erste Nacht haben wir am Wartesteg der ersten Schleuse verbracht, am zweiten Tag an Arles vorbei, dort kann man nirgends festmachen, nach Avignon, wir müssen uns beeilen, das Tief über ganz Europa betrifft auch uns und beschert uns unseren alten Bekannten, den Mistral.

Wir buchen eine Woche in Avignon, es gibt schlimmere Plätze zum einen Sturm abwettern.

Die nächste Nacht in L’Ardois, kein Mensch da, lauter vergammelte Boote, am Abend kommt dann doch jemand um die Gebühr zu kassieren, nichts wie weg am nächsten Morgen.

Wir nützen den zweiten Tag der Windpause um bis Vivier zu fahren, ein schöner Alter Ort, wir liegen schön und warten auf die nächste Pause.

In Vivier haben wir die Waterwolf getroffen, Wolfgang und Susanne die schon seit zwei Jahren ganz auf dem Boot leben. Sie ziehen Ihr Auto mit sich, immer fährt Susanne zurück und holt das Auto nach.

Wir sind im nächsten Windloch zusammen nach Valance gefahren, Susanne hat am nächsten Tag das Auto geholt und wir haben zusammen einen sehr schönen Ausflug zum Schloss des Postboten gemacht, es soll sogar eine Dokumentation darüber geben.

Trotz schlechtem Wetter ist die Waterwolf am nächsten Tag weitergefahren, wir wollten uns noch Valence anschauen, haben wir auch gemacht, der Wind hat weitere 5 Tage mir bis zu 90 Km geblasen, genügend Zeit um Valence zu besichtigen.

Über einen kurzen Zwischenstopp in Andancette, ein einsamer Ponton nur für uns mit herrlichem Ausblick, sind wir dann am Ende der schiffbaren Rhone in Lyon angekommen.

Wir haben einen Platz mitten im Hafenviertel von Lyon bekommen, in die alten Hafenanlagen wurden neue Wohnbebauungen, eine Marina und eine riesige Mall gebaut, außerdem bekamen wir Besuch von unserem Freund Hermann , der gerade in Savona angekommen war, nach 10 Tagen Motorradtour auf Korsika , wir hatten ein paar schöne Tage in Lyon, eine tolle Stadt.

Wir hatten noch ein kleines Problem mit der Kühlwasserpumpe, Karlheinz hat es, nach dem kein Mechaniker aufzutreiben war, unter Zuhilfenahme meiner Kochlöffel das Problem dann souverän gelöst.

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