


Am 19.07.22 sind wir morgens los nach Agripoli
Die Stege in Agripoli sind, wie oft in den Stadthäfen, einzeln verpachtet wie die Bojenfelder in Kroatien. Wir hatten uns den von Fabio ausgesucht weil Er gut Deutsch sprach, wie sich herausgestellt war Er nur ein Freund der mitarbeitete. Nach zähen Verhandlungen hat er dann die Liegegebühren auf 100,00 Euro gedrückt, für zwei Tage, dann schließlich auf 120,00 für nur eine Nacht. wir hatten gehofft, hier den Ölwechsel machen lassen zu können um nicht zu nahe nach Neapel zu kommen, die Saison war im vollen Gange. Das war hier leider nicht möglich, was solls.
Wir haben dann mit der Marina in Castelmare die Sabia telefoniert, Ölwechsel kein Problem, als wollten wir am nächsten Morgen Richtung Salerno aufbrechen.
Wir waren eigentlich schon fertig zum auslaufen, da hat Karlheinz festgestellt das er fiebert, der Test war negativ aber trotzdem haben wir noch einen Tag Pause eingelegt.

Am nächsten Morgen dann Richtung Salerno, wir lagen vor der Stadt vor Anker, unsere Unterhaltung war den ganzen Nachmittag- dem Löschflugzeug zuzuschauen, dass mal wieder einen der vielen Brände in den Bergen zu löschen Versuchte
Am morgen, einem Sonntag sind wir dann Richtung Castellmare, entlang der Amalfi Küste gefahren, extra früh los um dem zu erwartenden Verkehr wenigstens teilweise zu entkommen, vergebens.
Ab 8,00 Uhr ging es zu wie auf einer siebenspurigen Strasse mit Gegenverkehr auf jeder Spur, das Wasser kam nicht eine Minute zur Ruhe, ein Seegang wie Windstärke 6 aber aus allen Richtungen, man hat sich kaum getraut einen Kaffee zu hohlen und den Anderen alleine an Deck zu lassen, die Küste zu geniessen war kaum Zeit, ein Boot hat gebrannt, der Seenotfunk hat einen Unfall nach dem Anderen gemeldet, der Brand war dann das Höchste , wir waren heilfroh endlich die Hauptstrasse verlassen zu können und Richtung Castellmare abzubiegen zu können.



Dann waren wir sozusagen in den Fängen der Mafia, erst bekommen wir einen tollen Liegeplatz, Ölwechsel ist kein Problem, aber erst morgen, okay.
Am nächsten Morgen müssen wir plötzlich umlegen, kein Problem, wir machen das, 3 Mann an Bord und wir waren am neuen Platz, auch nicht schlecht, aber am Durchlaufsteg, also eine Menge los, übrigens der Volvo Pentax Mann hat leider keine Zeit, wir suchen jemand Anderen, okay.
Der Neue Mechaniker ist nicht von Volvo Pentax, egal, er macht tolle Arbeit, natürlich erst am nächsten Tag. Da kommt Er, macht alles sehr sorgfältig, als wir Ihn bezahlen wollen : wird alles mit der Marina abgerechnet, aha.
Beim bezahlen am nächsten Tag: wir mussten drei Nächte bleiben und der Ölwechsel war so teuer wie nie, wenn wir natürlich keine Rechnung wollen, dann wird es viel billiger. Wir lassen uns nicht darauf ein und zahlen Zähneknirschend, die Guardia di Financa ist das letzte, was wir brauchen.
Wir waren schon fast abgelegt, kam einer der Familia und hat uns einen grossen Beutel mit Keksen, süss und salzig von einer angesagten Bäckerei vorbei gebracht, da hatte wohl jemand ein schlechtes Gewissen.
Aber abgesehen davon und der Tatsache, dass beim Umlege Manöver ein Fender kaputt ging hatten wir schöne Tage, haben toll gegessen und viel angeschaut und nett und hilfsbereit waren auch Alle, als nicht die ganz schlimme Mafia, nur halt Schlitzohren, aber so sind sie halt in Neapel.







Danke für die spannenden Infos. Dass die Mafia hinterher Kekse verteilt hätte Copolla mal in „Der Pate“ einbauen sollen.;-) Und dass es auf den Wasserstraßen manchmal wie auf unseren Autobahnen zugeht, war auch neu für mich. LG Jürgen
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