Am 14.06. brechen wir endlich von Gallipoli auf und fahren direkt an Tarento vorbei, um vor der Isola San Pietro zu ankern, aber das Getriebe des Steuerbordmotores lässt sich wieder nicht ausschalten, ebenso der Gashebel, also doch in den Hafen.
Salvatore Gigante, seines Zeichens Volvo Penta Service, schaut sich das ganze an, stellt fest, das es ein elektronisches Problen ist und gibt uns den Tipp, die Motorsicherung abzuschalten, etwas zu warten und dann neu zu starten, dann geht’s wieder, klappt natürlich so nicht. Im weiteren Verlauf hat sich gezeigt, das Getriebe stellt sich nach einiger Zeit wieder auf Null , zum Weiterfahren haben wir also die funktionierende Maschine, zum Anlegen leider nicht immer, blöd wenn das Bugstrahlruder auch nicht geht. Tarento ist im alten Hafenviertel sehr heruntergekommen, aber voller Leben, in den sanierten Bereichen um die Burg gibt es erst nur viele Touristen, der Rest scheint ausgestorben, wir nehmen den Apero nach unserer Sightseeing Tour an Bord, haben keine Lust mehr zum Hafenviertel zu laufen, zu heiß.
Weiter am nächsten Tag nach Policori, ein ziemlich neuer Hafen, aber fast leer, da wurde investiert aber das ganze ist noch nicht angenommen, alles wie ausgestorben.
Unser Mechaniker von Tarent ist auch da, hat wohl einen Auftrag hier, aber heute ging alles kein Problem mit dem Getriebe.
In den nächsten Hafen, Lagi di Sibari, ist wie der Name schon sagt etwas im Inneren, also ein See mit vielen kleineren darum wir fahren durch einen Kanal und durch die offene Schleuse und sind die einzigen Gäste.
Wir dürfen längsseits anlegen, da jede Menge Platz, WIFI gibt’s im Büro, ein recht nettes Restaurant mit Pizzeria und das wars, Supermarkt geschlossen, Bäckerei im Winterschlaf, die Ferienwohnungen leer.

Im nächsten Hafen, Cariati das gleiche Spiel, allerdings inmitten eines schönen Ortes, aber Transitgäste gibt es nicht, nur Einheimische außer einem Katamaran, der zur Reparatur da ist.
Der Hafenmeister kommt am Sonntag Mittag mit Frau gerade vom Essen, meint wir müssen 60 Euro an die Gemeinde überweisen, der Preis ist für eine Nacht, wenn wir länger bleiben egal, Wasser und Strom gibt es, das Wasser ist Trinkwasser, aber Er würde es nicht trinken und tschüss. Alles sehr freundlich, wir dürfen wieder längsseits liegen.







Danach nach Crotone
Es ist schon wieder ein Tief im Anmarsch, wir machen uns auf einen längeren Aufenthalt gefasst.
Crotone war früher eine Griechische Stadt, das Meer um uns heißt immer noch Ionisches Meer und die Menschen dort sprechen unter sich nicht Italienisch sondern einen griechischen Dialekt, und die ganzen Museen sind auf die griechische Vergangenheit fixiert. Der Fischmarkt samt einem sehr gehobenen Restaurant liegen direkt vor der Marina, wir treffen die alten Bekannten Boote aus Cariati wieder, die dort Ihre Fische besser vermarkten als in Cariati selbst.
Wir sind fünf Tage im Hafen, bei diesem Wetter kommen wir nicht durch die Straße von Messina und hier gab es viel zu sehen und zu erleben.



Über Rocella, teuer und nichts besonderes und wieder einmal komplett abgelegen, ging es dann auf die letzte Position zum durchfahren der Straße von Messina, ein absolutes Highlight.
Auf der Fahrt ist uns noch ein Wal begegnet, leider hat Karlheinz vor dem Abtauchen sein Video gestoppt und das übliche Schwanzflossenfoto vermasselt.
und dann kamen wir nach Balaro, eher ein Resort als ein Hafen, gebaut von einem Architektenkollegen, das Wasser im Hafen klar wie ein Pool, man darf auch vom Schiff aus schwimmen, es gibt eine Liegewiese, Strandliegen zwei Restaurants und eine Einkaufsmall mit eigenen Hafeneinkauftrollys. wir haben es sehr genossen und schöne Abende verbracht, einschließlich eines Ausflug mit dem Bus nach Reggio Calabria.
Einen Handwerker wegen des Steuerbordmotors hatten wir auch an Bord, er war aber Maschinist von grossen Schiffen und hat sich nicht an unserer Elektronik getraut, er meinte, in Calabrien kann das keiner reparieren und uns eine Werft in Castelammare bei Neapel empfohlen.







Der Ätna hat man leider nur einmal kurz morgens gesehen, sonst war leider immer etwas Nebel



