in einem langen Schlag sind wir von Brindisi noch Otrano, wieder eine wunderschöne Altstadt mit einem alten Stadthafen.
Der Hafenmeister ist gleichzeitig Bootsvermieter, wir lagen direkt neben dem Ausflugsboot, bekamen Wasser und Strom zum Schiff gelegt.




Die Wetterfront naht, wir müssen um den Absatz, wir fahren früh los um den südöstlichen Teil Italiens nach Leuca, die Marina ist eigentlich geschlossen, wir liegen an der Außenmole und werden geduldet, aber kein Platz das Unwetter abzuwettern.
Auf unsere Anfrage in Gallipoli bekommen wir von allen Marinas dort Absagen, die Anfrage ist groß, das Unwetter gilt für Alle, wir fahren trotzdem los, zur Not gehen wir wieder an die Außenmole und machen unseren Strom eben selbst.
Beim Einfahren legt gerade ein Boot an und es sind noch freie Liegeplätze, wir stoppen, rufen zum Marinero rüber ob wir doch noch unterkommen können, nach seinem Anruf im Büro winkt er uns herein, wir dürfen für eine Nacht anlegen, nach Verhandlungen am nächsten Tag dann doch die ganze Woche, solange haben wir echten Starkwind im Hafen. wir freunden uns mit den umliegenden Nachbarn an , helfen uns gegenseitig mit Werkzeug und Ratschlägen aus, versuchen in einem abenteuerlichen Kraftakt den mit der Genua verwickelten Spinnacker von Claire und Xavier zu entwirren, zu dem wir uns dann doch Hilfe holen mussten, der Wind fing an und der inzwischen unten gelöste Spinncker ein wildes Tier, das sich von uns nicht mehr halten lies, ein Crewmitglied einer grossen Motorjacht ist in den Mast und hat unsere begonnene Arbeit glanzvoll beendet, Xavier bekam von Claire erst einmal Spinnakerverbot.









Wir haben gewaschen , gebunkert, waren Essen, Stadtbesichtigungen, der Wind ging schrecklich auf die Nerven.
am letzten Tag haben wir uns einen Mietwagen genommen und sind nach Lecce gefahren, trotz dem hier überall vorkommenden grausigen Barock hat sich die Fahrt gelohnt.




Beim bezahlen bekommen dann Alle einen großen Schreck, es war eine teure Woche, aber wenigstens in schöner und unterhaltsamen Umgebung, was solls.
Wir legen Alle gleichzeitig ab, die Einen nach Griechenland, die Anderen nach Kroatien und wir Richtung Straße von Messina, wieder einmal auf den Spuren des Odysseus und neugierig auf Scylla und Chariptis….
