Albanien

Nach einer kurzen Überfahrt, fast ohne grössere Wellen sind wir am Einklarierungskai in Saranda angekommen, unser Agent hat schon auf uns gewartet und wollten uns erst an den Kai für den Flying Dolphin legen, das Geschrei des Hafenmeisters geflissentlich missachtend, dann hat er uns dann doch umdirigiert an den äußersten Zipfel der dafür vorgesehenen Boote, das Heck halb draußen, direkt neben der Fähre, aber wir konnten dort über Nacht bleiben. Allerdings hat es uns am Nächsten Tag eine Schramme im Bug eingebracht, wir hatten die Reihenfolge der Leinen nicht richtig eingeschätzt, Gottseidank haben die Türken die neue Lackierung vermasselt, sonst hätten wir uns fast geärgert.

Saranda sieht aus wie Benidorm vor 50 Jahren, das ganze Land ist weit zurück gegen Griechenland, der Türkei oder Montenegro, aber man sieht, Sie bemühen sich aufzuholen.

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Unsere nächste Station war eine wunderschöne Ankerbucht, früher war da Militär, es gibt noch alte Schiffsbunker, aber jetzt sieht es nicht mehr so gebraucht aus.

Während dem Kochen ist unser Generator ausgestiegen, es hat noch gereicht, dass die Nudeln noch gar gezogen haben, der Appetit war uns dann doch vergangen.

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Wir also nicht weiter zum Ankern, sondern wir laufen die Marina in Orkum an, in der Hoffnung, an unserem Generator etwas reparieren zu können.

Bei der Anfahrt, dachten wir schon, wir hätten wieder einen Geisterhafen erwischt, die Einfahrt ist unglaublich verwinkelt und total flach, kaum Schiffe in der Marina, sah aus wie tot.

Nachdem wir uns aber vorsichtig nach innen geschoben haben , Siehe da, die Gebäude waren nicht verlassen, sondern noch nicht ganz fertig, der Hafenmeister, Luigi, die Marina ist unter italienischer Leitung, im Anzug und Krawatte, es gab auch alles, auch nach zwanzig Minuten einen Mechaniker.

Der meinte , die Wasserpumpe, das sei normal bei dieser Hitze, gibt es aber in Albanien nicht, Montenegro.

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Dann gab es die Reste von Gestern, am frühen Morgen sind wir im Büchsenlicht ausgelaufen, vor Anker, Albanien ist zwar rückständig, aber nicht, was die Marinapreise anbelangt.

Ausklariert haben wir in Sheng Jin, nicht in China, sondern immer noch Albanien, im Industriehafen, was Anderes gibt es nicht, mit einer Agentin, die Ihr Büro auf dem rostigen Poller neben uns hatte, wir durften zum Ärger der Fischer über Nacht bleiben, auch noch zum Essen an Land, Albanien ist wirklich nur reines Durchfahrtsland.DSCN0933

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