nach dem Tanken, pünktlich um 10, nachdem der letzte Flying Dolfin den Hafen verlassen hat sind wir bei ruhigem Wasser gemütlich Richtung Kanal gefahren, am Dienstag hat der Kanal von 6 bis 18 Uhr wegen Wartungsarbeiten geschlossen, und wir haben gehofft, nach 18 Uhr noch durchfahren zu können.
Auf dem Weg ist uns ein Mondfisch begegnet, das Foto ist vor Aufregung nichts geworden, aber auf You Tube gibt es jede Menge Fotos, die besser sind als unsere.
Wir waren zu früh vor Ort, der Bagger ist aber schon in Sichtweite gewesen, wir haben angelegt, uns angemeldet und er hat uns nach zwanzig Minuten allein durchfahren lassen, es haben noch Andere gewartet, die waren noch nicht fertig, und er hat einfach hinter uns zugemacht und wir sind als einziges Schiff durch.
Der im Buch beschriebene, völlig überfüllte Hafen von Korinth ist 1. hässlich, zweitens wird er gar nicht mehr bewirtschaftet, außer ein paar Fischerbooten waren nur noch jede Menge Bojen und ab gesoffene Boote da.
Wir wollten schon vor Anker gehen, da haben uns zwei “ Hafenmeister“ mit viel Getue einen Platz zugewiesen, gegen einen entsprechenden Obolus natürlich, promt kam die Polizei und hat uns gefragt, ob sie uns belästigt hätten, natürlich nicht ; ) , aber ein bisschen unheimlich war es schon.
Gottseidank kamen noch ein Franzose und ein Engländer dann sah es schon wieder etwas normal aus

Wir sind dann auf der Nordseite des Golfes von Korinth mit mehreren Zwischenstopps Richtung Ionisches Mehr gefahren, mit sehr schönen Häfen, die aber zum Teil zu klein, zum tTeil noch nicht fertig und schon wieder verlottert waren .
In Galiaxidhi lagen wir zwei Tage, haben uns ein Auto gemietet und sind nach Delfhi gefahren, das Orakel war aber gerade nicht da.
Genau gegenüber war ein sehr gutes Lokal mit einem sagenhaften Fisch und wirklich fairen Preisen.
Weiter zur Nisos Trizuna, der Anker hat nicht gehalten, wir haben uns an die halbfertige Aussenmole des halbfertigen Hafens gelegt.
Der einzige Ankerplatz hat die My fair Lady Silvia in Anspruch genommen und Ihre Aktionen hat dann wohl ein Australisches Ehepaar mit einem schönen alten Segler veranlasst, auch an die Mole zu kommen, es war Siesta Zeit, alles war unten im Schatten, außer mit, ich habe aber in die andere Richtung geschaut und gelesen, plötzlich höre ich ein Platschen, nichts ungewöhnliches bei dieser Hitze, das jemand ins Wasser springt, dann schnaubt es aber wie ein Walross, also schau ich doch nach, Da fährt die Segeljacht mit der Frau am Steuer durch das Hafenbecken und haucht irgendwas von „man in the water“, ich geh von Bord und schau auf die andere Seite der Mole und da ist Ihr Mann, sicher schon in den Achtzigern, beim anlegen ins Wasser gefallen, in voller Montur, Brille und Hörgerät verloren und ist gerade beim ertrinken. Ich habe Ihm eine Leine zugeworfen, die hat er nicht gesehen, gehört hat er mich auch nicht und ist immer wieder mit dem Kopf unter Wasser und hat schon heftig Wasser geschluckt.
Dann hat er die Leine durch Zufall doch noch bekommen und hat sich festgehalten und mit Hilfe eines jungen Mannes, der gerade Restaurant Flyer an den Booten verteilen wollte, mit Karlheinz, der auf mein Gebrüll reagiert hat und eines französichen Seglers, den ich auch geweckt habe, mit vereinten Kräften aus dem Wasser bekommen.
Glück gehabt
Nach einem weiteren Zwischenstopp haben wir den Golf von Korinth verlassen, sind unter der grössten Hängebrücke der Welt ins Ionisch Meer eingefahren und haben Abends in einem Etang ganz hinten an der Mole gelegen, alte Mitsegler getroffen und gemeinsam in einem sehr schönen Restaurant den Tag ausklingen lassen
