Der Tag fing sehr vielversprechend an. Ab 5,30 sollten wir uns bereit halten, 10 Minuten später wurden wir zur Schleuse gerufen.
Mit uns die Benjamin, ein Benzin und Ölfrachter, Heimathafen Basel, ein rumänischer Kapitän, und ein doppelter Kiesverband, Heimathafen Constanca.
Der Kiesfrachter fuhr ein, nach ihm die Benjamin, somit waren die niedrigen und bequemen Schwimmpoller weg.
Die Benjamin hat uns eingeladen, an Ihnen festzumachen, und nicht nur für die Schleuse, sondern auch für die nächsten 30 Kilometer, bis Sie abzweigen zum Ölhafen Navadari.
Wir wurden dann im rasanten Tempo durch den Kanal gezogen, sehr komfortabel und bequem.
Leider ist dann auch der Kiesfrachter abgebogen, wir sind den Rest nach Constanca allein im Kanal gefahren.
10 Kilometer vorher hat uns die Ausfahrtschleuse ins Schwarze Meer gerufen, Sie meinten rapida, wir also Gas gegeben und unsern gesparten Diesel verschwendet.
Wir dachten , Sie warten auf uns und wollen uns gleich durchschleusen. Die Schleuse war zu, nach dem bezahlen der Kanalgebühr von 693,0 Lei, geht nur bar und in Rumänischem Geld, Wechselgeld haben Sie natürlich nicht, also 700,00, teile man uns mit, wir sollten uns ruhig richtig festmachen, es würde 3 – 4 Stunden gehen.
Wir hatten uns schon gefreut, dass wir rechtzeitig im Industriehafen nach einem Kran fragen könnten.
Nach 3 Stunden haben Sie uns dann geschleust, und zwar allein, hätten Sie ja auch vorher machen können.
In der Schleuse fing der Wind an, bis wir dann im Vorhafen waren, hatten wir stramme 6 Beauford und entsprechende Wellen.
Wir sind mit Hilfe des Plotters und unserer Hand gezeichneten Karte durch das Labyrinth des Industriehafens gefahren bis ganz nach vorne bis zur Stadt und haben uns frech an einen ungenutzten Kransteg vor dem Marineamt zum Übernachten gelegt.
Kein Schwell, keine Wind, ruhige Nacht.
Am nächsten Morgen haben wir uns gleich um 8,00 aufgemacht, den Hafenkapitän zu suchen, dank Italienisch, Englisch sprechen nicht viele, nicht einmal die Empfangssekretärin, haben wir Ihn auch bald gefunden.
Erst hatte er erklärt, dass Er für so etwas gar nicht zuständig ist, damit haben wir gerechnet, aber dann hat er angefangen zu telefonieren und schlussendlich hat er uns zur Werft, zum Hafen Tomi und wieder zurück zum Schiff gefahren.
Nur rausnehmen und die Anoden wechseln hätten Sie auf der Werft gemacht, aber wir wollten noch ein Antifouling für das Salzwasser haben und uns unsere Schäden durch das Auflaufen anschauen, wir hatten ganz schön im Kies gerührt.
Es war klar, das wir dafür in den Yachthafen Tomi mussten, er hat für uns dort angerufen, (um neun war das Büro noch nicht besetzt, hat Ihn ziemlich aufgeregt) und wir haben unser Schiff, dieses Mal bei ruhiger See, umgelegt.
Beim Ankommen im Hafen wurde gerade eine ähnlich schweres Schiff ins Wasser gelassen, ein Deutscher, der seit letztem Jahr hier im Hafen mit seinem Segler liegt, hat sofort alles in die Hand genommen, die Bänder wurden ausgetauscht, der Maler für das Unterwasserschiff bestellt und wir haben gleichzeitig den Vertrag mit dem Hafen gemacht, ohne den darf das Schiff nicht aus dem Wasser.
Als der Vertrag fertig war, für 3 – 5 Tage hat uns der Hafenmeister noch einen Strich durch die Rechnung gemacht, wir mussten einen Monat buchen, sonst darf es nicht aus dem Wasser, 3 – Tage gelten nur für im Wasser liegen.
