….. mit Hindernissen

die nächste Etappe war der reinste Slalom. Ununterbrochen hat der Strömung die Seite gewechselt, wir haben nur noch nach Bojen Ausschau gehalten, den sowohl die Fahrrinne im Plotter, noch die in unseren Karten hat mit der neuen Fahrbahnbegrenzung übereingestimmt, man fuhr in einem riesigen See und die Rinne war gerade mal 30 m breit und lief im Zickzack hin und her.

Wir waren froh, als wir  nach 140 km hinter der Insel Duna sicher vor Anker lagen.

Bei der Ausfahrt, eigentlich fast gleich, wie wir am Abend eingefahren waren, versandet, aber tief genug, ein Schlag und unser Backbordmotor war aus.

Er ließ sich sofort wieder starten, es muss wohl ein Baum unter Wasser gewesen sein, und die Elektronik unseres Getriebes hat wohl eine Sicherung, die den Motor sofort stilllegt.

Nach dem ersten Schock ging es dann weiter, dieses Mal wieder ein einfacheres Fahrwasser, der reservierte Platz vor dem Hotel Monika in Silistra war von einem Hotelschiff belegt, wir gingen einfach vor einer Badebucht vor Anker, gerade rechtzeitig vor dem nächsten Gewitter, der Anker hielt wieder einwandfrei.

Die Fahrrinne am nächsten Tag war wieder anders verlegt, der Ankerplatz, auf dem Jürgen und Henry vor zwei Tagen lagen, lag mitten im Fahrwasser, hat wohl niemand gestört.

Das Signal beim Baja Kanal war nicht in Betrieb, laut Empfehlung unserer Karte nimmt die Berufsschifffahrt diesen Kanal, weil er 1,00 tiefer ist als die Donau , ist aber landschaftlich natürlich nicht so schön und auch eine ganzes Stück weiter, nach Cernavoda, unserem heutigen Ziel muss mann dann auch wieder zurückfahren.

Wunderschön, es kamen uns auch dort zwei Frachter entgegen, die Wassertiefe war jetzt bei Niedrigwasser, aber tief genug.

Vor dem kleine Örtchen Seimenii war der Bagger in der Fahrrinne zugange, die Umfahrung nicht wirklich klar ausgezeichnet, wir haben uns vorsichtig vorbeigetastet, die Tiefe ging zurück bis 1,50 m, in Frankreich hätten wir uns gefreut, da waren wir schon glücklich bei 60 cm, aber hier sind wir andere Tiefen gewöhnt, es steht ja immer noch eine ziemliche Strömung.

Endlich wieder in der betonnten Fahrrinne, noch  ein paar Kilometer bis zum Ziel, ein Schlag und wir sitzen auf einer Sand/Kiesbank mitten in der Rinne.

Unsere Versuche, wieder frei zu kommen haben lediglich den Kiel und die Abweiser abgeschliffen, genutzt hat es nichts.

Der Funk hat nicht geantwortet, wahrscheinlich haben Sie uns gar nicht gehört, die Funktaste muss man richtig drücken und Karlheinz war ziemlich sauer auf sich, die Sandbank und den Rest der Welt.

Beim Einklarieren hat der nette Beamte zum Abschied gesagt, die Notfallnummer ist auch in Rumänien 112, wir haben dort angerufen, eine freundliche, sehr kompetente Dame hat versprochen sich darum zu kümmern und 5 Minuten später haben wir über Funk gehört, das die Polizei alarmiert wurde.

Mit Italienisch kommt man ziemlich weit in Rumänien, steht nirgends, aber wenn ich damit anfing, haben mich alle sofort verstanden.

Nach einer halben Stunde haben wir noch einmal angerufen, die Dame hat uns beruhigt und gesagt, es sei schon alles unterwegs.

10 Minuten später kam die Polizei und ein Trawler in Wartestellung, Sie waren sehr besorgt, um uns und auch um das Schiff, Sie hatten wohl Angst vor Regressansprüchen,

denn, nachdem der Capitano gesehen hat das wir ok sind  und auch kein Leck im Schiff, hat Er ganz erleichtert erst einmal gefunkt, dass alles in Ordnung ist bei uns.

Das kleine Boot hat uns dann an unsere Leine genommen, das Schiff auf der Sandbank gedreht und wir sind dann einfach die Sandbank heruntergerutscht.

Wir sind dem Polizeiboot gefolgt bis zur Polizeistation, dort hatten Sie uns schon angemeldet, liegenbleiben hätte aber richtig viel Geld gekostet, so sind wir zwei Schiffe weiter gefahren und haben bei Rado angelegt, er hat uns dann für den nächsten Tag für die Kanalpassage angemeldet.

Unsere Diskussion, Delta oder Kanal nach Constanza, war hiermit beendet, die Wassertiefe im Delta ist noch geringer, und ein zweites Mal aufsitzen wollten wir auf keinen Fall.

Morgens ab 5,30 sollten wir uns bereithalten, das waren wir, und sind dann auch ziemlich schnell gerufen worden.

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