Von Reims nach Nancy

Wir legen so früh wie möglich ab und fahren durch zahlreiche Schleusen und einen weiteren Tunnel bis Condé-sur-Marne.

Ab jetzt fahren wir im Canal latéral à la Marne Richtung Nancy mit etlichen Zwischenstopps nach Bar de Duc.

Dort bekommen wir Besuch von Rolf Schneider, der sich mit seinem Motorrad extra zu uns aufgemacht hatte. Spontan beschließt er sein Motorrad im Hotel de Gare unterzustellen und uns ein Stück zu begleiten, was sich im nachhinein als sehr erleichternd für uns herausstellt, denn wir hatten auf der weiteren Strecke einen 3. Mann zum Schleusen und Fahren an Bord.

 

War der Kanal schon bis hierher ziemlich verwachsen, so nahm das auf dem weiteren Weg absurde Dimensionen an. Karlheinz hat die meiste Zeit im Motorraum verbracht, um die Filter zu reinigen und auch die Seeventile,die schon bei Eintritt der vielen Pflanzen mit dem  Wasser gnadenlos verstopften und so bei jedem Reinigen einen Schwall Wasser in die Bilge befördert wurde, so dass am Abend wieder mühsam dasselbe entfernt werden musste. Er heisst jetzt Karlheinz der Wischer, da er nur noch mit Schwamm und Lappen und Eimer unterwegs war. Zu allem war es gnadenlos heiß, was uns und vor allem Rolf sehr zu schaffen machte.

Aber wir hatten auch sehr schöne Stunden, bei Spanferkelgrillfest mit Musik in Ligny-en -Barrois, bei der Anfahrt zum Tunnel de Mauvages, das Wasser wurde immer klarer und tiefer, so tief, das die Wasserpflanzen nicht mehr in Schrauben Höhe waren und man konnte bis zum Grund die zahllosen Fische sehen.

Vor dem Tunnel, wo wir übernachten mussten, da es zu spät für die Durchfahrt war, konnten man im glasklaren, sehr erfrischenden  Wasser wie in einem Aquarium schwimmen.

In Toul hat Rolf uns kurz verlassen, um sein Motorrad zu hohlen, nach einem netten Abend, wieder mit Dorffest und Musik, hat er sich dann am nächsten Morgen auf den Rückweg nach Ravensburg verabschiedet – wir machten uns auf zur letzten Etappe nach Nancy.

Nach einer eigentlich sehr entspannten Fahrt mussten wir uns bei der Einfahrt nach Nancy dann erst durch eine 10 Meter hohe Schleuse hoch hangeln und anschließend durch einen total mit Mähgut incl. Äste nach Nancy vorarbeiten, um uns dann in einen sehr engen Hafen ganz hinten noch eine Platz zu ergattern.

Wir wurden belohnt durch die wunderschöne Innenstadt und einem hervorragenden Abendessen in einem sehr kleine Restaurant…..

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