Von Lüttich nach Reims

Nach unserer ausführlichen Besichtigung der Stadt Liege sind wir dann endgültig Richtung Frankreich aufgebrochen.

Die Landschaft wurde grüner und interessanter, die Berufsschifffahrt  weniger und das Tal  wurde gerahmt von bizarren Felsformationen.

Nach Zwischenstopp in Namur, mit eine Tag Pause und Besichtigung der Bastion in glühender Hitze, einem weiteren Halt in Dinant, ebenfalls mit einer beeindruckenden Bastion, dieses mal un- besichtigt, nähern wir uns der Französischen Grenze.

Hier bewahrheitet sich, was unser Navigationsprogramm schon voraus gesagt hatte, die Meuse ist im oberen Teil nicht mehr befahrbar, das Wasser ist zu niedrig.

Wir haben jetzt die Wahl zwischen Alles zurück und den Rhein gegen an bis Mainz, oder aber einen Umweg über den Kanal de Ardenne Richtung Reims.

Wir haben uns für diesen Weg entschieden und passieren die Grenze einen Tag vor Gültigkeit unserer Vignette, der zuständige Beamte meinte: de rien.

Unser Übernachtungsort ist Givet, die erste Französische Stadt und feiern unser Ankunft mit einem schönen Abendessen, stärken uns für den ersten Tunnel.

Die Stimmung in Frankreich ist so anders als in Belgien, viel lockerer und entspannter, kaum zu glauben das nur wenige Kilometer dazwischen liegen.

Nach Charleville-Mézières, genauer in Pont-a-Bar biegen wir in den Kanal de Ardennes ab.

Ein kleiner Kanal, in diesem Bereich von der Berufsschifffahrt nicht mehr benutzt, nähern wir uns unser nächsten großen Herausforderung, die Schleusentreppe bei le Chesne, 29 Schleusen in 7 Stunden im Konvoi mit fünf anderen Schiffen, ohne Zwischenstopp, sozusagen unsere Gesellenprüfung im Schleusen, den Meister haben wir dann in Strassbourg.

Vorher muss Karlheinz noch tauchen, einer unserer Motoren wird zu heiß, der Zufluss des Kühlwassers ist verstopft. Jetzt wissen wir auch, wie man so etwas von innen beheben kann, tauchen hat nicht gereicht.

Am 29.06. erreichen wir schliesslich Reims, die Krönungsstadt der französischen Könige, wenn man in dieser Kathedrale steht, weiss man warum, sie ist die schönste gotische Kathedrale, die wir bisher gesehen haben.

Nach einem Tag intensiver Stadtbesichtigung machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Marne…

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